Geschichte

Almanach

Wie die meisten Städte blieb auch Basel von grossen Brandkatastrophen nicht verschont. In den Jahren 1257, 1272, 1294, 1325, 1354 und 1414 wurden jeweils grosse Teile der Stadt durch Feuersbrünste zerstört.

Jahr Ereignis
1997 Die Berufsfeuerwehr übernimmt den Ersteinsatz in den basellandschaftlichen Rheinhäfen und wird Stützpunkt für sieben basellandschaftliche Gemeinden.
1992 Der Basler Souverän stimmt dem neuen Feuerwehrgesetz zu, womit nun auch die Frauen feuerwehrdienstpflichtig geworden sind.
1986  Das Feuerwehrgesetz von 1980 entspricht nicht der Bundesverfassung! Es verletzt die Gleichstellung von Mann und Frau. 1. November, Grossbrand Sandoz Schweizerhalle. 
1980  Die Feuerwehr wird eine Abteilung des Polizei- und Militärdepartements. 
1973  Indienststellung des Feuerlöschboots "Christophorus" als Ersatz für das ausgediente Löschboot "St. Florian". 
1969  Einführung der automatischen Brandschutzanlagen. 
1956  Grossbrand am Nadelberg. 
1939  Anschaffung des Löschbootes "St. Florian". 
1926  Erste Motorspritze mit Benzinmotor. 
1909 Das zweite Elektroautomobil wird in Betrieb genommen. Es ist die erst Balance-Drehleiter der Feuerwehr Basel mit einer Steighöhe von 22 Metern.
1905  Inbetriebnahme der Automobil-Dampfspritze. Im selben Jahr wird ein Elektromotorwagen angeschafft, der Platz für zehn Personen bietet. 
1903  Einzug der ständigen Feuerwache in den Lützelhof. 
1900  Das Löschwesen wird unter Oberaufsicht der Löschkommission gestellt, eine selbständige Verwaltung mit einem der Regierungsräte als Vorsteher, der zugleich als Vorsitzender der Löschkommission amtet. 
1896  Das Löschwesen wird unter Aufsicht der Militärdirektion gestellt. 
1888  Die ständige Feuerwache übersiedelt an den Steinenberg 8, später Steinenberg 4. 
1884  Erst jetzt tritt die Mannschaft der ständigen Feuerwache auf der Brandstätte selbst in Tätigkeit. 
1882  Basel erhält am 1. April die erste Berufsfeuerwehr der Schweiz, die "ständige Feuerwache". Das Feuerwehrlokal befindet sich an der Brodlaube, Stadthausgasse 1, mit einem Bestand von 7 Mann. 
1880  Als zentrale Verwaltungsstelle der kantonalen Feuerwehr wird das Feuerwehr-Kommissariat geschaffen. Erste Telefonleitung vom Wachtposten an der Brodlaube zur Hochwache auf dem Münster. 
1879  Erstes Gesetz über das Löschwesen. Der letzte Rest der militärischen Mitwirkung wird weggeräumt.  
1877  Einführung der Theater-Feuerwache. 
1875  Neue Kantonsverfassung: Das Löschwesen wird dem Departement des Innern unterstellt. Auflösung der Reservemannschaft und des Zivil-Löschkorps. Inbetriebnahme der ersten Dampfspritze "Basilisk". 
1872  Die Löschordnung bringt dem Pompierskorps die alleinige Löschherrschaft. Eine ständige nächtliche Pompierswache wird aufgestellt; ihr Standort ist das Wachtlokal an der Brodlaube in der Stadthausgasse. Zum ersten Mal werden die Privatfeuerwehren, die heutigen Werksfeuerwehren, erwähnt. 
1870  Einführung des ersten Feuertelegrafen. Dieser führte vom Münsterturm zur Pompierswache, Wasserversorgungsgesellschaft, Lohnhof und zum Polizeiposten St. Clara. 
1866  Basel lässt ein modernes Wasserleitungsnetz mit Hydranten in den Strassen bauen. Ende des Jahres sind es 411 Stück. 
1865  Der bedeutendste Brand jener Zeit: An der Rebgasse auf der Burgvogtei. 11 Gebäude sind betroffen und 30 Obdachlose sind gezählt. 
1859  Am 1. Juli erfolgt die förmliche Übernahme der Löscheinrichtungen durch den Staat. Dies bedeutet auch für die Zünfte und Gesellschaften das definitive Ende ihrer Löschhilfe; auch deren Löscheinrichtungen werden vom Staat übernommen. 
1857  Nun bildet das Korps in der neuen Löschordnung den Mittelpunkt und ist nicht nur als Anhängsel aufgeführt. Der Bestand wird von 135 auf 300 Mann erhöht. 
1856  Durch den Grossen Rat wird die Auflösung der Standestruppe beschlossen. 
1845 - 1879  Während die Idee eines Sappeurs-Pompierskorps im nahen Elsass schon zu vollem Leben erwacht ist, finden die Gründung des Korps und die Wahl der Offiziere am 16. September 1845 statt. Carl Leonard Burckhardt wird zum Hauptmann und Chef des Korps und Daniel Barth zum Oberleutnant und Instruktor ernannt. 
1830 - 1833  Dreissiger-Jahre-Wirren zwischen der Stadt Basel und der Landschaft Basel. 
1827  Auch in der "Verordnung betreffend Anstalten bei Feuersgefahr" wird alles andere geregelt, während das Löschen selbst nur nebensächlich erwähnt wird. 
1806  Der Grossrat beschloss, nach dem Beispiel anderer Schweizer Städte, die Errichtung einer obligatorischen staatlichen Brandversicherungsanstalt für Liegenschaften. 
1805  Als Neuerung wird die am 1. Mai vom Kantonsrat erlassene Feuerordnung, die im Jahr zuvor gegründete Standeskompanie "Stänzler", erwähnt. Für die militärischen Vorkehrungen ist gesorgt. Jedoch sind es immer noch die Handwerker und Bürger, die für die Dämpfung des Feuers verantwortlich sind. 
1802  Jetzt wird der militärische Aufmarsch bei Brandfällen noch stärker betont. Dafür fehlt es immer noch an einheitlichen Kommandos. 
1773  Bei Feuersgefahr in der Nachbarschaft meldet der Turmbläser den Ort des Brandes durch das Redhorn und bringt in Richtung der Brandstätte eine Laterne an. Die Befehle zu allen Aktionen müssen erst bei Bürgermeister und Rat eingeholt werden. 
1763 - 1845  Die Feuerwehr wird zur militärischen Organisation. Ein neuer und bedeutungsvoller Abschnitt im Basler Löschwesen bildet die Feuerordnung von 1763. In dieser wird zum ersten Mal eine militärische Formation zu den Feuerabwehr-Massnahmen herangezogen. Aber auch sie erreicht keine wirksame Verbesserung der Zustände. 
1745  Um eine Feuersicherheit zu gewährleisten, werden bei einem Brand ausserhalb der Stadtmauer die Stadttore geschlossen. Das dem Ereignis am nächsten liegende bleibt offen. 
1743  Die Zahl der Feuerspritzen hat sich auf 19 erhöht. Dafür befinden sich aber die übrigen Löschgeräte in einem mangelhaften Zustand. 
1700  Nach einer 1694 in der St. Alban-Vorstadt stattgefundenen Feuersbrunst, beschliesst der Rat "bedacht zu sein auf etliche Feuerspritzen". So werden bis dato weitere sechs angeschafft. 
1681  Zum ersten Mal sind in Basel Feuerspritzen erwähnt. Die Stadt besitzt fünf von diesen, davon wird eine von Pferden gezogen. 
1663  Bis dato ereignet sich im Basler Löschwesen nichts wesentlich Neues. Die Ordnungen enthalten hauptsächlich Vorschriften für die Eventualitäten feindlicher Angriffe auf die Stadt und sprechen nur vorübergehend von Feueralarm. Mit der neuen Feuerordnung sind die Löschmannschaften nicht mehr nach Zünften und Gesellschaften, sondern in sechs Quartiere eingeteilt. Dies ist der Anfang der Milizfeuerwehr wie sie in umgewandelter Form noch heute besteht. 
1501  Basel tritt in den Bund der Eidgenossenschaft ein.  
1493  Die beiden Hochwachen auf dem Münster und zu St. Martin sind nachts mit zwei Wächtern besetzt. Sie werden vom Rat besoldet. 
1446  Bei Feuerausbruch findet sich jedermann, über 14 Jahren, zum Wassertragen beim Stadtbanner auf dem Kornmarkt ein. 
1444  Schlacht bei St. Jakob an der Birs. 
1422  Nach der Feuerordnung begeben sich 20 Mann von den Zimmerleuten und Maurern zur Brandstätte. 
1417  Ein Grossbrand veranlasst den Rat, dass die mit Schindeln bedeckten Dächer durch Ziegeldächer zu ersetzen sind. 
1412  Der Rat und die Meister erlassen eine neue Ordnung. Nach dieser werden die Scharwächter verpflichtet, bei Feuerausbruch die Bewohnerinnen und Bewohner des betreffenden Hauses und die Nachbarschaft zu alarmieren und den Turmwächtern schnellstens Meldung zu machen. 
1411-1763  Die Zünfte als Feuerwehr. 
1411  Die älteste Basler Feuerordnung. Von nun an ist das Löschwesen Angelegenheit der Zünfte und der Vorstadtgesellschaften. Sie stellt nur einen Teil der allgemeinen Alarmordnung dar. An erster Stelle steht die Feindesnot. 
1356  Grosses Erdbeben von Basel. Über die Organisation der Abwehrmassnahmen bei ausgebrochenen Bränden ist uns aus dieser Zeit nichts bekannt, wohl aus dem Grunde, weil beim grossen Erdbeben Brief und Bücher, die deren "alt herkommen anzeigte", vernichtet wurden.

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